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Red Dot Design Museum: Prinzip der Einfachheit

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Red Dot Design Museum: Prinzip der Einfachheit

Ab dem 26. November 2019 zeigt das Red Dot Design Museum in Essen mit „Simplicity“ eine Ausstellung, in der sich alles um das Prinzip der Einfachheit im Design dreht. Anhand historischer sowie aktueller Designobjekte wird deutlich, dass Simplicity viele verschiedene Facetten hat.

Einfachheit im Design meint nicht nur ein minimalistisches Erscheinungsbild, sondern in vielen Fällen auch eine tatsächliche Vereinfachung der Produkte, also eine Reduzierung ihrer Komplexität und damit einhergehend die Verbesserung des Gebrauchserlebnisses der Nutzer. In der Ausstellung wird nachvollziehbar, was schon Leonardo Da Vinci meinte: „Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.“

Einfachheit in der Produktgestaltung gewann erst mit Beginn der Industrialisierung an Bedeutung – sie war schlicht Mittel zum Zweck und wurde zum Schlüsselprinzip des Modernismus. Bis heute hat das Gestaltungsprinzip der Einfachheit nichts an Relevanz und Aktualität verloren. „Simplicity ist ein wichtiger Ansatz zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen der Zukunft. Er sorgt dafür, dass hochtechnische Produkte beherrschbar bleiben“, sagt Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot.

Beispiele für Einfachheit im Design

Thonet No. 14

Ein Vorreiter in Sachen „Simplicity im Design“ war der Stuhl Thonet No. 14 mit seiner einfachen und zurückhaltenden Form. Grundlage für diesen 1859 gestalteten Stuhl war die von Michael Thonet weiterentwickelte Technik des Biegens von massivem Holz, was trotz des reduzierten Materialeinsatzes eine hohe Stabilität gewährleistete. In seine sechs Einzelteile zerlegt ließ sich der Stuhl platzsparend in die ganze Welt verschicken und vor Ort zusammenbauen.

Red and Blue Chair

Mit dem Konzept und der Gestaltung eines schlichten und streng geometrischen Sitzmöbels, des Red and Blue Chairs, verhalf der niederländische Architekt und Designer Gerrit Thomas Rietveld der Moderne zum Durchbruch. Revolutionär war die Tatsache, dass Rietveld seine Idee der Allgemeinheit zugänglich machte, indem er die Bauanleitung des Stuhls veröffentlichte. Jeder, der möchte, kann den Sessel, der sich aus 13 Vierkanthölzern, zwei Buchenlatten und zwei Schichtholzplatten für Sitzfläche und Rückenlehne zusammensetzt, einfach nachbauen.

Fiat Nuova 500

Mit dem Fiat Nuova 500 kam 1957 ein Auto auf den Markt, das als Minimalauto bezeichnet werden kann. Mit einer Länge von nur 2,97 Meter, einer Breite von 1,32 Meter und einem Gewicht von 500 Kilogramm war das Auto extrem kompakt, bot im Innenraum aber dennoch Platz für eine vierköpfige Familie. Die Einfachheit des Kleinstwagens zeigte sich auch in seiner spartanischen Ausstattung – die Scheiben konnten nicht heruntergekurbelt werden, der Tacho war klein, das Lenkrad dünn und der Motor brachte es auf gerade einmal 13,5 PS. Seine dennoch große Beliebtheit war einerseits dem Karosseriedesign zu verdanken, das große Sympathien weckte, andererseits dem geringen Anschaffungspreis.


Am 12. Januar 2020 um 15 Uhr bietet das Red Dot Design Museum eine anderthalbstündige öffentliche Führung durch die Ausstellung an. Da die Gruppengröße auf maximal 25 Teilnehmer begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter 0201-30104-60 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten. Teilnahmegebühr: 5 Euro pro Person zzgl. Eintritt.

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